Fallobst ist Kuchenobst: Apfel-Kürbiskern-Gugelhupf aus dem Südburgenland

Zwischen Gras und Laub liegen Äpfel, die der Wind von den Bäumen geholt hat: manche makellos, andere mit einer Druckstelle, aber viele davon genau richtig für einen Kuchen. Zur selben Zeit werden in den Gärten die Kürbisse reif. Auf den Feldern wurden die Kürbisse fürs Kernöl schon geerntet. Es ist eine Jahreszeit, in der sich die besten Zutaten beinahe von selbst zusammenfinden.

Dieser Gugelhupf verbindet geriebene Äpfel mit fein geriebenen Kürbiskernen. Die Äpfel geben dem Teig Fruchtigkeit und halten ihn saftig. Damit die Krume dennoch locker bleibt, werden sie vor dem Unterheben leicht ausgedrückt. Joghurt nach griechischer Art macht den Kuchen zart; ich verwende dafür bewusst keinen Magerjoghurt. Die Kürbiskerne bringen eine feine, nussige Tiefe mit.

Statt Zimt kommt bei mir Vanille-Dattelsirup von Vanilla Aid in den Teig. Ich mag seine milde Süße und die Vanillenote, die den Äpfeln Raum lässt. Auch die Geschichte dahinter gehört für mich zu diesem Rezept: Der Verein Vanilla Aid hat seinen Sitz in Loipersdorf-Kitzladen im Südburgenland und bezieht seine Vanille aus Madagaskar. So findet neben Äpfeln und Kürbiskernen auch ein Produkt mit einer Verbindung zu unserer Region seinen Platz im Gugelhupf. (vanilla-aid.at⁠)

Apfel-Kürbiskern-Gugelhupf

Für eine Gugelhupfform

  • 400 g geschälte, grob geriebene Äpfel
  • 3 Eier
  • 120–150 g Zucker, je nach Süße der Äpfel
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Vanille-Dattelsirup von Vanilla Aid
  • 150 g Joghurt nach griechischer Art
  • 100 ml neutrales Öl
  • 280 g Mehl
  • 80 g fein geriebene Kürbiskerne
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Butter und Semmelbrösel für die Form

Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Gugelhupfform sorgfältig mit Butter einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Die geriebenen Äpfel leicht ausdrücken. Eier, Zucker und Vanillezucker hell und schaumig rühren. Vanille-Dattelsirup, Joghurt und Öl unterrühren. Mehl, Kürbiskerne, Backpulver und Salz vermischen und nur kurz in den Teig einarbeiten. Zum Schluss die Äpfel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und 55–65 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Gugelhupf durchgebacken ist. Etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig stürzen.

Am schönsten ist er noch leicht lauwarm, zu einer Tasse Kaffee an schönem Herbstnachmittag. Falls noch etwas übrig bleibt, schmeckt er am nächsten Tag fast noch besser: Die Äpfel halten ihn wunderbar saftig.

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