Kürbis muss nicht immer Suppe sein! Aus einem großen Rouge vif d’Étampes, auch Roter Zentner oder Cinderella-Kürbis genannt, ist diesmal eine aromatische Kürbismarmelade geworden. Diese alte französische Sorte mit ihrer auffällig gerippten, orangeroten Schale hat ein mildes, leicht süßliches Fruchtfleisch und eignet sich wunderbar dafür.

Dazu kamen mein eigener naturtrüber Apfelsaft, frisch gepresste Orangen, Zitrone und zwei Vanilleschoten von Vanilla Aid. Zimt, Sternanis, Kardamom und Nelken sorgen für eine feine, herbstliche Würze.
Schon beim Kochen verbreitete sich ein herrlicher Duft in der Küche. Die kräftige orange Farbe der Marmelade ist einfach wunderschön!
Für die Marmelade braucht ihr:
- ca. 3 kg Kürbisfruchtfleisch, geschält und entkernt
- 1,5 Liter naturtrüben Apfelsaft
- Saft von 3 Orangen
- Saft von 1 Zitrone
- 2 Vanilleschoten von Vanilla Aid
- 3 Zimtstangen
- 3 Sternanis
- 8 Kardamomkapseln
- 5 Gewürznelken
- Gelierzucker 2:1, passend zur eingekochten Masse und nach Herstellerangaben
So wird’s gemacht:
Den Kürbis schälen, entkernen und würfeln. Gemeinsam mit Apfelsaft, Orangen- und Zitronensaft in einen großen Topf geben. Die Vanilleschoten aufschneiden und das Mark samt Schoten sowie die restlichen Gewürze hinzufügen.

Alles etwa 30 bis 45 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Anschließend die ganzen Gewürze entfernen und die Masse fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas einkochen lassen.
Die Masse abwiegen und den Gelierzucker nach Herstellerangaben zugeben. Dabei auf einen Gelierzucker achten, der für säurearme, pektinarme Mischungen geeignet ist. Am besten in kleineren Portionen sprudelnd kochen und jeweils eine Gelierprobe machen. Die fertige Marmelade heiß in vorbereitete Gläser füllen und verschließen.

Natürlich musste ich gleich probieren. Passend zu Allerheiligen gab es die Kürbismarmelade auf einem frischen Striezel mit Butter. Die noch leicht warme Marmelade schmeckte darauf einfach herrlich – cremig, fruchtig und mit einer feinen Würze, die wunderbar in diese Jahreszeit passt.

Für mich ist das eine schöne Möglichkeit, die eigene Ernte einmal anders zu verarbeiten. Ein bisschen Herbst im Glas, der auch zu Palatschinken oder im Naturjoghurt wunderbar schmeckt.
Oder wie wäre es mit einem Kürbis-Pumpkin-Spice-Latte? Einfach ein bis zwei Teelöffel Kürbismarmelade in ein Glas geben, mit heißer Milch aufgießen, gut verrühren und eine schöne Haube Milchschaum daraufsetzen. Noch etwas Zimt darüberstreuen und fertig ist ein wunderbar cremiges, herbstliches Getränk. Wer mag, gibt noch einen Espresso dazu.