Der Name verrät bereits, worum es geht: „Topfen“ ist die österreichische Bezeichnung für Quark, während „Fleck“ einen flachen Kuchen oder Teigfladen beschreibt. Der Topfenfleck ist also ein flacher Kuchen mit einer cremigen Topfenfülle – bodenständig, ehrlich und seit Generationen beliebt.

Früher wurde gebacken, was Haus und Hof hergaben. Eier, Butter, Milch und Topfen waren meist vorhanden und daraus entstanden Mehlspeisen, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren haben. Der Topfenfleck ist einer dieser Kuchen, die ohne viel Schnickschnack auskommen und dennoch jeden Kaffeetisch bereichern.

Hinweis: Dieses Rezept ist für eine große Rein beziehungsweise ein Backblech (ca. 30 x 40 cm) gedacht. Schließlich war der Topfenfleck früher ein Familienkuchen, von dem alle etwas abbekommen sollten.

Zutaten für den Teig

  • 350g glattes Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 g kalte Butter
  • 140 g Zucker
  • 1 Ei
  • 100 bis 125 ml Milch

Zutaten für die Topfenfülle

  • 140 g Butter
  • 140 g Zucker
  • Vanillezucker je nach Vorliebe
  • einen Schuss Inländerrum 38% wer mag
  • 4 Eier
  • 500 g Topfen 20%
  • 125 ml Sauerrahm

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz vermengen. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und gemeinsam mit Zucker, Ei und Milch rasch zu einem Teig verkneten.


Davon etwa ein gutes Drittel beiseitestellen. Der restliche Teig wird ausgerollt und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder in eine große Rein gelegt.

Eier trenne, Eiklar zu Schnee schlagen. Für die Fülle die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. nach und nach einarbeiten. Anschließend Topfen und Sauerrahm unterrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht, Schnee unterrühren.

Die Topfenfülle gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Den beiseitegestellten Teig dünn ausrollen, in Streifen schneiden und als klassisches Gitter auf die Topfenmasse legen. Dadurch erhält der Kuchen sein typisches Aussehen.

Bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 40 bis 50 Minuten goldgelb backen.

Meine Tipps zum Gelingen

Lasst euch nicht verunsichern, wenn der Teig beim Ausrollen etwas widerspenstig ist. Das gehört bei diesem Rezept fast schon dazu. Mit etwas Mehl auf der Arbeitsfläche oder direkt auf dem Backpapier lässt er sich aber gut verarbeiten.

Wichtig ist außerdem, den Topfenfleck nach dem Backen ausreichend auskühlen zu lassen. Die Topfenmasse ist direkt aus dem Ofen noch weich und der Kuchen fällt beim Abkühlen etwas zusammen. Das ist völlig normal und sogar erwünscht. Erst beim Ruhen wird die Fülle fest und bekommt ihre typisch cremige Konsistenz.

Am besten schmeckt der Topfenfleck daher nicht ofenwarm, sondern nach einigen Stunden Ruhezeit.

Wenn der Duft von Vanille, Butter und Topfen durchs Haus zieht, werden Kindheitserinnerungen wach. An Nachmittage im Garten, an den Küchentisch der Oma und an die Vorfreude auf das erste Stück Kuchen. Vielleicht ist genau das das Geheimnis des Topfenflecks: Er ist nicht nur ein Rezept, sondern ein Stück gelebte österreichische Backtradition.

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