Die Zitronenmonarde (Monarda citriodora) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine enge Verwandte der bekannten Monarde (Monarda didyma, Bergamotte-Monarde). Ihr zarter Duft nach Zitrone, gepaart mit einer leicht würzigen Note, macht sie nicht nur zu einer aromatischen Teepflanze, sondern auch zu einer kleinen Geheimwaffe in der Hausapotheke – und das seit Jahrhunderten.

Geschichte und Herkunft

Die Zitronenmonarde stammt ursprünglich aus Nordamerika und war dort eine bedeutende Heilpflanze der indigenen Völker, insbesondere bei den Cherokee, Osage und Irokesen. Diese nutzten Blätter und Blüten zur Behandlung von Erkältungen, Magenbeschwerden und Entzündungen. Die Kolonisten übernahmen viele dieser Anwendungen – während der Boston Tea Party wurde sie als koffeinfreier Ersatz für den britischen Schwarztee verwendet und bekam den Beinamen „Oswego Tea“.

Im 18. und 19. Jahrhundert wanderte die Pflanze über botanische Gärten nach Europa und fand bald ihren Weg in Klostergärten und Apotheken.

Heilwirkungen

Die Zitronenmonarde wirkt:

  • antibakteriell und entzündungshemmend – ideal bei Halsschmerzen, Husten und Erkältungen
  • beruhigend und krampflösend – bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden oder Menstruationskrämpfen
  • schweißtreibend und fiebersenkend – als Unterstützung bei grippalen Infekten
  • stimmungsaufhellend und entspannend – bei innerer Unruhe und nervösen Verstimmungen

Die ätherischen Öle (v.a. Citral, Thymol und Geraniol) sind es, die ihr diese Wirkung verleihen. Vor allem Thymol ist auch aus dem Thymian bekannt und wirkt stark desinfizierend.

Verwendung

In der Küche:

  • Die Blätter und Blüten der Zitronenmonarde eignen sich wunderbar für:
    • Sommertees (frisch oder getrocknet)
    • Kräutersirupe mit Zitrusnote
    • Aromatische Kräuterbutter oder Essige
    • Blütendeko auf Desserts, Salaten oder Kräuterlimonaden

In der Hausapotheke:

  • Tee aus frischen oder getrockneten Blättern bei Erkältungen oder nervösem Magen
  • Inhalationen bei verstopfter Nase oder Bronchitis
  • Kräuterbäder zur Beruhigung oder gegen Hautunreinheiten
  • Zitronenmonardenöl (selbst gemacht oder als Teil einer Mischung) zur Hautpflege und als Insektenabwehr

Insekten mögen sie übrigens gar nicht – weswegen man sie gut auf der Terrasse oder im Garten gegen Mücken pflanzen kann.

Sie liebt Sonne, durchlässigen Boden und einen Platz, an dem sie sich ein bisschen ausbreiten darf. Die Zitronenmonarde ist einjährig bis zweijährig, lässt sich aber leicht durch Aussaat vermehren. Die hübschen purpurrosa Blüten sind außerdem eine wahre Bienen- und Schmetterlingsweide.

Natürlich, Barbara – hier kommt ein erfrischendes und einfaches Rezept für Zitronenmonarden-Eistee, perfekt für heiße Sommertage, Gartenpausen oder als Kräuter-Alternative zum klassischen Eistee:

🍋 Zitronenmonarden-Eistee – Sommer in der Tasse

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 2–3 Zweige frische Zitronenmonarde (oder 2 TL getrocknete Blätter und Blüten)
  • 1 Zweig Zitronenmelisse (optional, für noch mehr Frische)
  • 1 TL getrocknete Ringelblumenblüten (optional, für Farbe und Hautliebe)
  • Saft von ½ Zitrone
  • 1–2 TL Honig oder Agavendicksaft (nach Geschmack)
  • Eiswürfel
  • Zitronenscheiben & essbare Blüten zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Wasser aufkochen und etwas abkühlen lassen (ca. 80–85 °C – das schont die ätherischen Öle).
  2. Die Kräuter mit dem heißen Wasser übergießen und 10–15 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen, den Tee noch warm mit Zitronensaft und Honig abschmecken.
  4. Abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen.
  5. Mit Eiswürfeln, Zitronenscheiben und Blüten servieren – am besten eiskalt genießen!

Tipp: Wer mag, gibt noch einen Schuss Holunderblütensirup oder einen Spritzer Mineralwasser dazu – das macht’s besonders spritzig!

🧊 Wirkung: Der Eistee wirkt angenehm kühlend, beruhigend auf den Magen, stimmungsaufhellend und hilft sanft bei Sommererkältungen. Und das ganz ohne Koffein!

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