Anleitung: Beinwelljauche selbst herstellen – der natürliche Powerdünger für deinen Garten
Beinwelljauche ist ein echter Geheimtipp für Gärtnerinnen und Gärtner: Sie ist reich an Kalium, Phosphor und Stickstoff – also perfekt geeignet für Tomaten, Paprika, Kürbisse, Zucchini, Obstgehölze und blühfreudige Pflanzen. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Beinwelljauche ganz einfach selbst ansetzen kannst.
Du brauchst:
- ca. 1 kg frische Beinwellblätter (gehackt oder grob zerkleinert)
- 10 Liter Wasser (am besten Regenwasser)
- einen großen Eimer, Kunststoffbehälter oder eine Tonne
- ein Tuch oder Gitter zum Abdecken
- optional: Gesteinsmehl oder Brennnesselblätter zur Geruchsbindung und Nährstoffverstärkung
So geht’s:
- Beinwell zerkleinern:
Die Blätter grob schneiden oder reißen – das fördert die Zersetzung. - Wasser hinzufügen:
In ein geeignetes Gefäß (kein Metall!) geben und mit Wasser übergießen. Die Blätter sollten gut bedeckt sein. - Abdecken:
Mit einem luftdurchlässigen Tuch oder einem Gitter abdecken – so kommt Luft hinein, aber keine Tiere. - Gärung abwarten:
Den Ansatz warm und halbschattig stellen und täglich umrühren. Nach 1–2 Wochen beginnt die Masse stark zu riechen und zu schäumen – ein Zeichen, dass die Gärung aktiv ist. - Nach ca. 2–3 Wochen ist die Jauche dunkel und riecht streng, aber nicht faulig – dann ist sie fertig!
Anwendung im Garten:
- Verdünnung:
Vor der Anwendung unbedingt mit Wasser verdünnen – im Verhältnis 1:10 (1 Teil Jauche, 10 Teile Wasser).
Bei empfindlichen Pflanzen lieber schwächer (1:20). - Gießen, nicht spritzen!
Nur an den Wurzelbereich gießen, nicht über die Blätter – das kann Verbrennungen verursachen. - Anwendungszeit:
Am besten alle 10–14 Tage während der Wachstums- und Blütezeit.
Tipp gegen Geruch:
Wenn dir der Geruch zu intensiv ist, kannst du Gesteinsmehl, EM (Effektive Mikroorganismen) oder getrocknete Schafwolle mit in den Ansatz geben – das bindet den Gestank und versorgt die Pflanzen zusätzlich mit Spurenelementen.
Hinweis:
Beinwelljauche ist kein Allround-Dünger, sondern vor allem für stark zehrende Pflanzen geeignet. Nicht für Keimlinge oder empfindliche Kräuter verwenden.