Die Mischkultur ist eine bewährte Methode im naturnahen Garten, bei der verschiedene Pflanzenarten so kombiniert werden, dass sie sich gegenseitig im Wachstum unterstützen, Schädlinge fernhalten und den Boden lebendig halten. Die Kombination aus Ackerbohnen, Salat, Zucchini und Ringelblumen ist besonders ausgewogen – jede Pflanze bringt ihre eigenen Stärken mit ein und ergänzt die anderen auf natürliche Weise.

In diesem Jahr wachsen sie im alten Hochbeet, das bereits viele Gartensaisons erlebt hat. Die Kanten sind etwas verwittert, das Holz hat Patina , es steht schon etwas schief– doch die Erde ist fruchtbar und voller Leben. Bevor das Beet demnächst weichen darf, wird es noch einmal sinnvoll genutzt: als bunter, vielfältiger Mischkulturplatz.
Ackerbohnen, auch Puffbohnen genannt, gehören zu den Leguminosen und haben die Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden. Das kommt nicht nur ihrem eigenen Wachstum zugute, sondern versorgt auch benachbarte Pflanzen mit diesem wichtigen Nährstoff. Durch ihre tiefen Wurzeln lockern sie zudem den Boden auf, was besonders flachwurzelnden Pflanzen wie Salat zugutekommt. Die aufrechten Stängel bieten außerdem einen gewissen Windschutz.
Salat ist ein schneller, anspruchsloser Lückenfüller, der besonders in der frühen Wachstumsphase anderer Kulturen gut in Zwischenräume gepflanzt werden kann. Zwischen die Reihen der Ackerbohnen gesetzt, nutzt er den vorhandenen Platz ideal aus. Er profitiert vom verbesserten Bodenklima, dem Schatten durch die Bohnenpflanzen und hilft gleichzeitig dabei, den Boden vor Austrocknung zu schützen und Unkraut zu unterdrücken.
Zucchini sind wahre Platz- und Nährstoffliebhaber. Sie zählen zu den sogenannten Starkzehrern und profitieren besonders vom durch die Ackerbohnen angereicherten Stickstoff im Boden. Mit ihren großen Blättern bedecken sie die Erde gut, halten Feuchtigkeit im Boden und dämpfen das Aufkommen von Unkraut. Damit sie nicht zu dominant werden, sollten sie mit ausreichend Abstand zu den anderen Pflanzen gesetzt werden – am besten am Rand oder in großzügigen Freiräumen.
Ringelblumen schließlich sind mehr als nur hübsch. Sie gehören in jeden naturnahen Garten. Ihre Wurzelausscheidungen wirken auf natürliche Weise gegen Nematoden, ihre leuchtenden Blüten locken Bienen und andere Bestäuber an, und durch ihren charakteristischen Duft vertreiben sie manche unerwünschten Insekten. Als Randbepflanzung oder Zwischenkultur setzen sie nicht nur optische Akzente, sondern stärken das gesamte Beet.
Zusammen bilden diese vier Pflanzen ein stabiles, gesundes Pflanzensystem. Die Ackerbohne verbessert den Boden, der Salat nutzt die Zwischenräume, die Zucchini geben Schatten und Struktur, und die Ringelblumen schützen, locken Nützlinge und bringen Farbe ins Spiel – eine lebendige, harmonische Gemeinschaft in einem Beet mit Geschichte.
